Von der Dienstleistungs- zur Darstellungsgesellschaft, oder der Promi-Sektor wächst

Hallo liebe Leser,
lange gab es nichts zu lesen, wenn überhaupt, dann zum Schauen (siehe Fotostrecken).

Aber jetzt muss ich mich doch mal wieder zu Wort melden.
Angeregt durch ein Interview oder Nachrichten oder Talk-Show oder Reality-TV...
verschmilzt ja eh alles, habe ich im Gefühl...
in dem es über die Änderung der Berufswünsche von Jugendlichen ging,
ist mir Folgendes durch den Kopf gegangen.
Weiterhin wurde es durch die Spielerfrauen ... Spielerfrauen-Klone... beim WM-Sieg am Sonntag abend.. bestärkt.

Als Berufswunsch von Jugendlichen wird immer häufiger Modell, Schauspieler, Promi (Spielerfrau?, Boxenluder?) genannt. Dazu gebe ich hier noch etwas Futter dazu (Jugendliche wollen Superstar und Topmodel werden, Jugendliche wollen Star werden und im Rampenlicht stehen).

Wenn dem so ist, und die Wünsche vielleicht sogar Realität werden (siehe Jungle-Camp und Co), da es ja immer auf die Definiton "Promi" ankommt und das Interesse des Publikums auch an immer weniger Anspruchsvollem (Hier kommt Honey Boo Boo, mal wahllos heraus gegriffen) steigt,
dann gibt es hier vieleicht eine neue Entwicklung in unserer Gesellschaft.
Kommt zu der ehemaligen Drei-Sektor-Theorie, jetzt ein vierter hinzu?
Agrargesellschaft -> Industriegesellschaft -> Diensleistungsgesellschaft -> Promigesellschaft

Es wird immer weniger produziert, immer weniger veredelt, noch nicht mal mehr angeboten bzw. organisiert..
Es wird nur noch dargestellt, noch nicht mal mehr performed, geschweige denn geschauspielert...
Man ist einfach nur da und wartet auf genügend Leute, die einen sehen wollen.
Bzw, wie in der Werbung so üblich, man schafft das Bedürfnis, dass man gesehen werden will.

Muss ich mir Sorgen machen,
dass mich noch keiner sehen will?

Als Zahnarztfrau komme ich nicht durch,
und als Spieler-Frau auch nicht, solange die Homosexualität im Fussball per Definition nicht existiert.
Zu alt wäre ich dafür auch.

Aber ich könnte Ab-Ins-Beet Nachfolger werden.
Mit dem Titel: "Ab ins Büro"
Genug zum Aufregen gibt es da auch, und manche Artgenossen sind weniger lernwillig als Bäume.
Und zum "Anrotzen" oder "Kaputthauen" findet sich auch immer etwas :-)

In diesem Sinne und mit Hochachtung,
Euer Thorsten



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